KB Ban Forderungsanmeldung

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR FORDERUNGSANMELDUNG:

Wenn durch Beschluss des Amtsgerichts ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, haben die Gläubiger innerhalb einer vom Gericht festgesetzten Frist die Möglichkeit, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anzumelden. Eine Anmeldung der Forderungen bei Gericht ist unwirksam.

 

 

  ACHTUNG!

   Folgende Unterlagen müssen auf dem Postweg  beim Insolvenzverwalter
   eingereicht werden:

  • Die ausgefüllte und unterschriebene Forderungsanmeldung (2-fach) sowie
  • sämtliche, die Angaben zu Forderung, Zinsen und Kosten stützenden urkundlichen Beweisstücke und Belege zumindest in Kopie (jeweils 2-fach) (§ 174 I Satz 2 InsO)

 

weitere Formulare und Merkblätter finden sie hier

 

Information zum Gläubiger-Informations-System: Online-Dienst GIS eingestellt

Bislang hatten wir ein branchenweit genutztes Online-Portal zur Gläubiger-Information zur Verfügung gestellt.
Da wir die äußerst geringe Nutzung auf die mangelnde Bedienerfreundlichkeit zurückführen,
haben wir entschieden, diese Dienstleistung bei unserem Software-Partner nicht mehr zu beauftragen.

Bitte richten Sie Ihre Anfragen daher per E-Mail an folgende Adressen:

     1. Für Insolvenzverfahren des Gerichtsbezirks Saarbrücken an
     2. Für Insolvenzverfahren aller übrigen Gerichtsbezirke an

 

 

Bei der Forderungsanmeldung sind folgenden Hinweise zu beachten - andernfalls kann die Forderung mangels ausreichender Darlegung nicht geprüft und anerkannt, sondern müsste bestritten werden:

  • Der Forderungsbetrag ist in EURO anzugeben. Bei einer Umrechnung ist der zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Ort des zuständigen Gerichts geltende Umrechnungskurs zu berücksichtigen
  • Der Rechtsgrund der Forderung ist genau zu bezeichnen (z. B. „Lieferung und Leistung aus Rechnung Nr. …“, „Darlehen gemäß Vertrag vom…“)
  • Nicht auf die Zahlung von Geld gerichtete Forderungen oder Forderungen, deren Geldbetrag unbestimmt ist, sind mit ihrem Schätzwert anzumelden
  • Bei der Geltendmachung von Zinsen müssen neben dem errechneten Betrag auch der Zinssatz und der Berechnungszeitraum genau bezeichnet und belegt werden
  • Der Anmeldung sind - soweit vorhanden - auch urkundliche Beweisstücke (Verträge, Urteile, Vollstreckungsbescheide, sonstige Belege etc.) beizufügen
  • Mit der Anmeldung ist mitzuteilen, wenn und welche Sicherungsrechte an beweglichen Sachen oder Rechten des Schuldners geltend gemacht werden. Genau bezeichnet werden müssen dabei der Gegenstand, an dem das Sicherheitsrecht beansprucht wird, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die gesicherte Forderung. Bei einem schuldhaften Unterlassen oder einer Verzögerung dieser Mitteilung haftet der Gläubiger für den daraus entstehenden Schaden.
  • Besonderer Hinweis für (ehemalige) Arbeitnehmer:
    Gemäß der §§ 165 ff SGB III ff haben Arbeitnehmer für die dem Insolvenzereignis vorausgehenden drei Monate des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Insolvenzgeld. Gemäß § 324 III SGB III ist Insolvenzgeld innerhalb einer Ausschlussfrist von zwei Monaten nach dem Insolvenzereignis zu beantragen. Soweit die Ansprüche insoweit noch nicht (vollständig) erfüllt sind, müssen sich (ehemalige) Arbeitnehmer zur Vermeidung von Rechtsnachteilen mit dem zuständigen Arbeitsamt in Verbindung setzen, wobei die vorgenannte Frist in deren eigenem Interesse strikt einzuhalten ist.

Angemeldete Forderungen werden im vom Gericht festgesetzten Prüfungstermin (Gläubigerversammlung) geprüft. Eine Pflicht zum Erscheinen zum Prüfungstermin besteht nicht. Soweit angemeldete Forderungen in diesem Termin ganz oder teilweise bestritten werden, erhalten Gläubiger eine schriftliche Mitteilung. Diejenigen Gläubiger, deren Forderung festgestellt worden ist, werden nicht benachrichtigt, worauf gemäß § 179 Abs. 3 Satz 3 InsO hinzuweisen ist.